Martinigansl fein und knusprig

Martinigans

Zum Jungwein gehört das Martinigansl – oder umgekehrt?

Das Brauchtum des Martinilobens geht auf die Zeit zurück, als der Martinitag als erster Schneebringer galt und die Bauern das Vieh in die Winterstallungen brachten. Damals gingen auch die Winzer rund um den 11. November zum ersten Mal in ihre Keller um den jungen Wein zu verkosten. Und man sagt sich, er wurde nach demjenigen benannt, dem er am besten schmeckte und der am „lustigsten“ aus dem Keller herauskam.

Wein

Auch für die traditionelle Gans als Martini-Spezialität – das Martinigansl – gibt es mehrere Deutungen. Eine davon besagt, dass in Zeiten des Lehnswesens eine am Martinstag fällige Lehnspflicht der Ursprung war. Da diese häufig aus einer Gans bestand, bildete sich die Bezeichnung Martinsgans heraus, und weil der Martinstag traditionell mit einem Tanzmusikabend gefeiert wurde, bot es sich an, die Gans zum Festessen zu machen und an diesem Abend festlich zu verspeisen.

Wo immer der Martinibrauch auch seinen Ursprung hat… Er gehört mittlerweile zur Weinviertler Tradition wie Weihnachten oder Ostern und er ist jedenfalls eine willkommene Abwechslung im manchmal zu langen Herbst.Martinigansl

Wer sich zu Martini einen besonderen Festschmaus gönnen möchte, kann auch heuer wieder im Bioladen das beliebte Freiland – Martinigansl und Martini-Enten in höchster Qualität aus biologischer und konventioneller Landwirtschaft bestellen.

Details auf der Produktseite und im Flyer.

Und wie auch immer der Jungwein heißen wird – heuer wird er sicher besonders gut schmecken.

 

Macht sauer lustig?

Oder habt ihr Lust auf Sauer?

Dem Sauerkraut wird ja gemeinhin nachgesagt, aus Deutschland zu kommen, oder dort zumindest gerne und viel konsumiert zu werden. Nicht umsonst wurden die Deutschen in der Zeit des Zweiten Weltkriegs von den Engländern und Amerikanern nicht ganz liebevoll als „Krauts“ bezeichnet, vermutlich deshalb, weil sie vor allem in den Wintermonaten traditionell viel Sauerkraut konsumierten.

Auch bei Wilhelm Busch ist das Sauerkraut (oder auch Sauerkohl bei unseren deutschen Nachbarn) schon prominent vorgekommen:

Sauerkraut bei Witwe Bolte

 

Eben geht mit einem Teller
Witwe Bolte in den Keller,
Daß sie von dem Sauerkohle
Eine Portion sich hole,
Wofür sie besonders schwärmt,
Wenn er wieder aufgewärmt.

(aus: Wilhelm Busch: Max und Moritz, 1865)

 

 

Ganz falsch ist es ja nicht, in der kalten und kälter werdenden Jahreszeit – also auch schon jetzt im Herbst – mehr Sauerkraut zu essen, da es reich ist an Milchsäure, Vitamin A, B, C und Mineralstoffen, die unser Körper gerade jetzt gut gebrauchen kann.

Richtig zubereitet kann Sauerkraut ein richtiger Gaumenschmaus sein, der gar nicht sauer schmeckt, und einmal ein bisschen Abwechslung auf den Tisch bringt. Wir wollen Euch hier unser Lieblingsrezept vorstellen:

Sauerkraut a la Bioladen

  1. Eine mittlere Zwiebel mit etwas Butter und Frühstücksspeck anschwitzen.Sauerkraut Rezept 1
  2. Mit etwas Wasser aufgießen, 1 TL Suppenwürze dazu. Ca. 40dag Sauerkraut, Lorbeerblatt und Wacholderbeeren dazu geben und zugedeckt 40 min weichdünsten.Sauerkraut Rezept 2
  3. Und das Sauerkraut ist auch schon fertig. Wer’s etwas deftiger haben will, gibt nochTeilsames dazu und in 5 Minuten wird gegessen. Als Beilage empfehlen wir Salzkartoffel oder auch Semmelknödel.Sauerkraut Rezept 3

Alle Zutaten zu diesem Rezept sind in bester Qualität im Bioladen erhältlich.

Und macht sauer jetzt tatsächlich lustig?

Die Antwort ist: Nein, obwohl man sich schon amüsieren kann, wenn jemand in eine saure Zitrone beisst.

Aber tatsächlich beruht das Sprichwort auf einer falschen Übersetzung: Früher hiess es: Sauer macht „gelüstig“, also hungrig oder einfach Lust auf Essen. Und es stimmt tatsächlich, dass bestimmte saure Lebensmittel wie Zitronen, guter Apfelessig oder eben Sauerkraut den Speichelfluss und die Verdauung anregen und so den Appetit fördern und darüber hinaus den Säure-Basen Haushalt im Körper günstig gestalten.

Und so kann man mit einer gut zubereiteten Portion Sauerkraut gerade jetzt dem Körper einiges Gutes tun.

Guten Appetit!